Aquarium – ein Bild entsteht

Aquarium

Aquarium – was sehen wir … und was denken wir zu sehen?

Die Idee:

Zuerst gab es da ein Bild in einer Zeitung. Es illustrierte einen Artikel über die neue Lust an Zierfischen als Haustiere. Diese surreale Idee „mit Fischen kuscheln“ lies mich nicht los − also folgte irgendwann dieses Bild.

Was scheint auf dem Bild dargestellt zu sein?

Man meint eine Meerjungfrau bzw. Nixe, die einen Fisch küsst, zu sehen. Offensichtlich liegt sie dabei auf dem Grund eines Sees mit Seerosen.

Was sieht man wirklich?

Eigentlich nur den Oberkörper eines weiblichen Wesen (sieht zumindest nach einer Frau aus) und einen Buntbarsch, den sie anscheinend küssen will. Im Hintergrund ist noch ein Fischschwanz zu sehen. Dass dieser Fischschwanz zur Frau gehört und nicht zu einem weiteren Fisch, ist nur eine Vermutung des Betrachters.

Untermalung Aquarium

Acryl Untermalung für das Bild „Aquarium“

Die Umsetzung:

Das Bildformat entspricht ungefähr dem Format eines Aquariums. Das gab auch den Ausschlag für den Bildtitel. Als erstes legte ich eine Untermalung mit Acrylfarben an. Diese ist expressiv, in sehr kräftigen Farben und legt bereits grob die Formen fest.

Um ein zu schnelles Trocknen der Acrylfarben zu verhindern, habe ich die Leinwand während des Malens immer wieder mit einem Wassernebel  befeuchtet. Durch diese Befeuchtung liefen stellenweise farbige Wasserrinnsale die Leinwand herunter. Damit diese Wasserspuren nicht nur eine Richtung hatten, habe ich die Leinwand mehrfach gedreht. (Die Farben meiner Untermalungen sind häufig komplementär zur späteren Farbgebung.)

Auf die Untermalung ist mit Eitempera in Umbra (Tiefen) und Zink (Höhen) eine feine Zeichnung des Bildes gelegt. Eine Öl-Lasur in einem hellen Ocker hat die Elemente des Bildes verbunden ohne die Untermalung zuzudecken. Erst jetzt erfolgte die eigentliche Ölmalerei. In dünnen Schichten habe ich das Bild ausgearbeitet. Einzelne Bereiche der Untermalung, die mir besonders interessant erschienen, habe ich stehen gelassen.

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